Ersttrimesterscreening – Nackenscreening

 

Eine von 380 Frauen im Alter von 35 Jahren erwartet laut Statistik ein Kind mit Trisomie 21 (Down-Syndrom). Man sagt also, ihr Altersrisiko ist 1:380.
Bei jüngeren Frauen ist das Risiko niedriger, bei älteren Frauen höher. Insgesamt geht man aber von dem gemeinsamen Alter des Paares aus. Das hießt, dass ab einem gemeinsamen Alter von über 70 das Fehlbildungsrisiko steigt, wie bei der Frau ab 35. Durch vorgeburtliche Screening lassen sich solche Risiken für jede einzelne Frau genauer bestimmen. Das Ersttrimesterscreening wird zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. In das Ergebnis dieser Untersuchung werden bestimmte Messwerte mit einbezogen. Mittels Ultraschall wird bei dem ungeborenen Kind die Nackentransparenz gemessen, desweiteren erfolgt die Messung der Scheitel-Steiß-Länge. Im Blut der Schwangeren wird zudem die Konzentration zweier Substanzen gemessen, das PAPP-A und das freie Beta-hCG, diese sind Eiweissubstanzen die in einer bestimmten Menge nur während einer Schwangerschaft vorkommen. Die Messdaten der Ultraschalluntersuchung und die aus dem Blut werden zusammen mit dem Alter der Schwangeren, sowie die anderen klinischen Daten mit einem qualitätsgesicherten Programm ausgewertet.